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LIEBE LESER, der Schwerpunkt dieses
Hefts widmet sich der einteiligen Bundesliga. Sie geht in der nächsten
Saison in ihr zweiundzwanzigstes Jahr und gilt als die stärkste Liga
der Welt. Seit etwa einem Jahr hat sie einen weitgehend autonomen Status,
den ihr der DSB zugestanden hat. Er gilt zunächst für drei Jahre
und kann wieder zurückgenommen werden, wenn sich die Vereine als
nicht handlungsfähig erweisen. Nicht viel Zeit, wenn man bedenkt,
welche Reformen anstehen. So will sich der Ligaausschuss u.a. auf eine
verbindliche Ausländerreglung und auf einen neuen Spielmodus verständigen.
Zudem soll die Vermarktung des Produktes Bundesliga vorangetrieben
und professionalisiert werden. Ein erster Ansatz dazu ist das mit der
nächsten Saison eröffnete Internetportal (www.schachbundesliga.de).
Ob allerdings alle Wünsche in Erfüllung gehen, sei dahin gestellt.
Für dieses Heft führte KARL Interviews
mit den Verantwortlichen aller Bundesligavereine der kommenden Saison.
Was sie zu sagen hatten, findet sich auf den Punkt gebracht im Heft auf
den Seiten 40-41. In jedem Fall Uns haben jedoch nicht
nur die aktuellen Probleme interessiert. Zusammen mit Helmut Nöttger,
dem Mann, der sich die Bundesliga ausdachte und jahrelang leitete, werfen
wir einen Blick auf die Zeit, als die Liga noch in ihren Kinderschuhen
Wie die deutsche Superliga
von außen wahrgenommen wird, erfährt man von Joel Lautier,
der Grüße aus Paris schickt. Er stellt die französische
Liga und den NAO Chess Club vor, und kann dem deutschen Schach so vielleicht
den einen oder Apropos Baden Oos: Bereits im Vorfeld der kommenden Saison hat der Aufsteiger mit der spektakulären Neuverpflichtung von Viswanathan Anand auf sich aufmerksam gemacht; jetzt trauen einige dem Team gar den Titel zu. Stefan Löffler sprach mit Wolfgang Grenke, dem Sponsor des Vereins und der treibenden Kraft hinter dem sportlichen Aufstieg, über seine Ideen, aus Mittelbaden eine Schachhochburg zu machen. Sei noch erwähnt, dass wir uns aus Platzgründen gegen die Auflistung der einzelnen Mannschaftsaufstellungen entschieden haben, die leicht über einschlägige Zeitschriften bzw. die Internetseite des DSB abrufbar sind. Wir wollen am Ende nicht versäumen, uns bei Axel Weinreich, dem Chefredakteur des ersten Bundesligamagazins Schach heute, für die Erlaubnis zum Nachdruck des Bildmaterials zu bedanken.
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