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Garri Kasparow,
Die
Belegexemplare
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von Uwe Kersten
Die KARL-Kolumne ergänzt die Printausgabe des KARL. Die Kolumne präsentiert Rezensionen aktueller und alter Schachbücher, Betrachtungen über die Literatur, Kultur und Psychologie des Schachs und gelegentliche Kommentare zum aktuellen Schachgeschehen.
GARRI KASPAROW SCHREIBT EIN ANFÄNGERBUCH!? Können sie sich das Computergenie Bill Gates vorstellen, wie es ihnen die Funktionsweise eines einfachen Taschenrechners Nahe bringt. Ich nicht. Denn weder hat er es nötig, noch dürfte es ihm besonderes Vergnügen bereiten und ob er der beste Mann für so eine Aufgabe wäre, müsste auch erst noch geklärt werden. Ähnliche Fragen gingen mir die Tage durch den Kopf, als ich ein neues Schachbuch für Einsteiger mit dem Titel: „Schachmatt! Mein erstes Schachbuch“ in den Händen hielt und als Autor keinen Geringeren als Garri Kasparow auf dem Cover ausmachte. In der Einleitung erfährt man dann, dass Kasparow ungemein viel für die Verbreitung des Schachs getan hat und das vorliegende Werk ein weiterer Beitrag für sein Gesamtwerk darstellt. Nun gut, allerdings habe ich immer so meine Zweifel, wenn einer der ganz großen Namen auf einem Schachbuch prangt, ob denn die ganze Arbeit wirklich von ihm allein bewältigt worden ist oder ob es doch noch Schreiberlinge im Hintergrund gab und der gute Name hauptsächlich Verkaufsfördernd wirken soll. Jedoch sind dies nur Vermutungen, die der geschätzte Leser selber bewerten soll, das Vorwort ist zumindest von Garri Kasparow höchstpersönlich unterschrieben. Inhaltlich macht das Buch einen sehr soliden Eindruck und vermittelt auf knapp 100 Seiten ziemlich genau das, was man von einem Anfängerbuch erwartet. Die einzelnen Kapitel tragen folgende Überschriften:
Sowohl die Reihenfolge als auch die inhaltliche Zusammenstellung der einzelnen Abschnitte ist gut gelungen. Bemerkenswert sind hier die so genannten „Meistertipps“, wo besonders wichtige Hinweise noch einmal hervorgehoben werden. Eine weitere Rubrik nennt sich „Was du wissen musst“ und fasst das Wesentliche einer Seite zusammen. Abgerundet wird dies durch einige Übungsaufgaben, die natürlich bei keinem Lehrbuch fehlen dürfen. Fazit: Garri Kasparows Buch „Schachmatt“ hat durchaus das Zeug zu einem guten Einsteigerbuch und dabei ist es eigentlich nebensächlich, ob es wirklich aus seiner Feder stammt oder nicht. Der Leser kauft mit vorliegendem Buch auf jeden Fall eine gute Qualität und wer fragt da noch nach der tatsächlichen Herkunft? Übrigens, die englische Ausgabe, welche mir allerdings nicht vorlag, ist schon für 10 € zu haben.
ZUR KOLUMNENSEITE
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