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Felderstrategie für
Die
Belegexemplare
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von Uwe Kersten
Die KARL-Kolumne ergänzt die Printausgabe des KARL. Die Kolumne präsentiert Rezensionen aktueller und alter Schachbücher, Betrachtungen über die Literatur, Kultur und Psychologie des Schachs und gelegentliche Kommentare zum aktuellen Schachgeschehen.
DIE BANGIEV-METHODE – EIN NEUES SYSTEM? „Felderstrategie“ ist ein zentraler Begriff einer relativ neuen Theorie und Denkmethode, welche seit einigen Jahren von dem Internationale Meister Alexander Bangiev propagiert wird. Nach einigen Veröffentlichungen auf CD's der Firma ChessBase, legt Bangiev nun erstmals ein Buch zu dieser Thematik vor. Doch was versteht man eigentlich unter Felderstrategie? „Die Felderstrategie ist ein Konzept zur Beschreibung von Zusammenhängen zwischen Elementen des Schachspiels, geht vom Primat der Felder aus (deshalb „Felderstrategie“).“ Doch die „Felderstrategie“ ist nur ein Teil der so genannten „Die B-Methode ist eine Theorie und Denkmethode, sie setzt sich aus den folgenden drei Komponenten zusammen:
Sie sind einiger Maßen verwirrt oder haben nicht richtig verstanden, worum es eigentlich geht? Nun, mir geht es da ähnlich! Am Anfang des Buches findet der Leser ein 12(!) Seiten starkes Glossar der B-Methode, wo obige und viele weitere Begriffserklärungen und Definitionen zu finden sind. Da, wie der Autor selber anmerkt, die B-Methode selbst, im Buch nicht behandelt wird, soll der Leser bei jeder Frage auf das Glossar der B-Methode zurückgreifen. Dadurch soll der „richtige Gebrauch dieser Fachausdrücke und deren eindeutiges Verständnis gesichert werden“ - der Rezensent war nach dem Studium der über 100(!) Begriffserklärungen schlichtweg erschlagen. Da es mir leider nicht gelungen ist, einen wirklichen Zugang zu Bangiev´s Theorie zu finden, möchte ich eine etwas längere Textpassage vorstellen, um einen Eindruck zu vermitteln: Textbeispiel 1 (Seite 24): Textbeispiel 2 (Seite 24): Resümee: Wie gesagt, ich habe es nicht vermocht, einen Zugang zu diesen oder ähnlichen Textpassagen des Buches zu finden. Und wenn ich inhaltlich etwas verstanden habe, hatte ich zumeist das Gefühl, dass man es auf herkömmliche Weise einfacher erklären könnte. Auch auf die Gefahr hin, das Schachbrett noch als Scheibe zu betrachten, wo Bangiev schon die Kugel sieht, kann ich mir nur schwer vorstellen, dass sich seine neue Betrachtungsweise durchsetzt. Zu kompliziert scheint mir Bangievs Ansatz, wo er doch eigentlich das Lernen vereinfachen will und das Schachspiel selbst schließlich schon genug Probleme stellt.
ZUR KOLUMNENSEITE
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