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Boris Avrukh
Die Belegexemplare
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Die KARL-Kolumne ergänzt die Printausgabe des KARL. Die Kolumne präsentiert Rezensionen aktueller und alter Schachbücher, Betrachtungen über die Literatur, Kultur und Psychologie des Schachs und gelegentliche Kommentare zum aktuellen Schachgeschehen.
BESONDERS WERTVOLL GEGEN NEBENVARIANTEN Der zweite Band von Boris Avrukhs Eröffnungsrepertoire für Weiß ist mit einiger Verspätung erschienen. Der Grund dafür scheint schon auf den ersten Blick offensichtlich: Der womöglich perfektionistisch veranlagte israelische Großmeister hat, was Schärfegrad und Detailtiefe seines Repertoires angeht, auch im noch dickeren zweiten Teil keinerlei Abstriche machen wollen. Schon im ersten Band hatte Avrukh eine Fülle sehr aufwendig analysierter und starker Varianten präsentiert, wobei seine Erklärungen eher knapp gehalten sind. Diesem Stil ist er auch im zweiten Teil treu geblieben. Da der Autor in den meisten Fällen sehr prinzipielle Systeme ausgewählt hat und diese bis zu den gegenwärtigen Grenzen der Eröffnungstheorie untersucht, ergibt sich auch hier eine Materialfülle, die sehr beeindruckend ist. Ähnlich wie im ersten Band schlägt Avrukh bei einigen Eröffnungen eine etwas ruhigere Gangart ein. Da sein Repertoire gegen Systeme mit e7-e6 auf Katalanisch (1d4 d5 2c4 e6 3Sf3 Sf6 4g3) basiert, wählt er auch gegen Benoni (notgedrungen) sowie Königs-Indisch (um die im klassischen System typischen schwarzen Königsangriffe zu vermeiden) und als Folge davon auch gegen Grünfeld-Indisch jeweils die Fianchetto-Variante. Im Falle von Grünfeld-Indisch ist diese nicht die schärfste Spielweise, was dem Repertoire im Ganzen aber nicht schadet. Die Schlussfolgerungen der Rezension von Band 1 gelten auch hier:
Sehr empfehlenswert für Schachfreunde, die gerne ehrgeizige Eröffnungsvarianten spielen und dafür auch etwas Studienzeit investieren wollen. Avrukh hat, was Tiefe und Qualität der Analysen angeht, mit seinen beiden Bänden einen neuen Standard gesetzt. An dieser Stelle sei lediglich noch ein weiterer Aspekt gestreift: Wie steht es eigentlich mit den leidigen Nebenvarianten? Fazit: Inhalt 006 Key to symbols used & Bibliography 007 Foreword by Grandmaster Boris Gelfand 008 Bibliography 009 Foreword by the Author The Bogo-Indian Defence 013 4...c5 019 4...Bxd2+ 030 4...a5 036 4...Qe7 The Budapest Gambit 059 Farajowicz Variation 066 Classical Variation Benoni Systems 092 Catalan Benoni 102 Snake Benoni 108 Benoni without ...Nf6 113 Reluctant Benoni 126 Czech Benoni 144 Old Benoni 164 Modern Benoni 201 Benko Gambit The Dutch Defence 221 Stonewall Variation 243 Classical Variation 262 Leningrad Variation 289 St Petersburg Variation The Grünfeld Defence 297 Dynamic Variation 337 Solid Variation The King's Indian Defence 367 6...Bg4 370 6...Nc6 & 7...Bg4 379 6...Nc6 & 7...Bf5 387 6...Nc6 & 7...e5 400 6...Nc6 & 7...a6 414 6...Nc6 & 7...Rb8 426 6...c6 460 6...Nbd7 491 9..Qb6 The Modern Defence 501 Wade Defence 521 The Modern Defence Minor Systems 538 2...b6 542 b-pawn Systems 556 English Defence 572 Black Knights Tango 578 Old Indian 587 Queen's Indian Attempt 593 Odd ideas 601 Index of Variations
ZUR KOLUMNENSEITE . . |
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